TimeLine Kundenkonferenz 2017: Die Weiterentwicklung und Zukunft von TimeLine ERP

18. und 19. Oktober 2017, Solingen

Endlich war es wieder so weit. Die TimeLine Business Solutions Group hat zur großen Kundenkonferenz geladen. Nach den immensen Entwicklungen der letzten Jahre, war es an der Zeit, die Ergebnisse zu präsentieren. Die Konferenz stand ganz im Zeichen der generalüberholten Enterprise Version 13 und der Möglichkeit, Neo Module in Enterprise einzubinden.

Die Konferenz war für zwei Tage angesetzt und fand in den Räumlichkeiten der Gebauer GmbH in Solingen statt. Ein ausgelasteter Präsentationssaal zeigte, dass die Kunden erfreulich den neuen Entwicklungen entgegenfieberten. Denn es wurden im Vergleich zu den letzten Versions-Updates von TimeLine Enterprise drastischere Veränderungen durchgeführt. Neben der stetigen Weiterentwicklung und dem Ausbau der funktionalen Tiefe, die die TimeLine Kunden bereits kennen, wurde darüber hinaus nun auch der Anwender mit neuen Möglichkeiten in der Usability in den Fokus gerückt.

TimeLine Enterprise Version 13: Neues Design und schnelleres Arbeiten

Der zunehmende Wunsch, Insellösungen weitestgehend zu vermeiden und eine integrierte vollumfängliche Unternehmenssoftware zu nutzen, steigt. Dies bedeutet jedoch, dass sich der Nutzer zunehmend in einer einzigen Anwendung aufhält. Um dies angenehm und intuitiv bedienbar zu gestalten, wurde TimeLine Enterprise einem gravierenden Facelift unterzogen. Eine neue, moderne Oberfläche mit Bedienelementen, die die Orientierung und die Bedienung einfacher machen sowie die brandneuen Widgets, die jederzeit nützliche Informationen und Direktsprünge ermöglichen, waren Highlights der neuen Version.

Hinzu kommt eine komplett überarbeitete interne Suche, die intelligent den Anwender zu den Elementen führt, die er benötigt. Dies war lange Zeit ein Punkt, den unsere Kunden angemerkt hatten. Die Fülle an Informationen und Möglichkeiten in den Modulen ist so groß, dass der Überblick und die Orientierung fehlen. Mit der neuen Version 13 ist dies nun Geschichte.

TimeLine Enterprise, E2, E3 und Neo: Das Beste aus beiden Welten

Lange Zeit bestand bei Kunden eine gewisse Verwirrung, was es mit diesen Produktnamen und Abkürzungen auf sich hat. Die Kundenkonferenz hat sicherlich dazu beigetragen, dass diese Unklarheiten beseitigt wurden. Kurz umrissen ist E2 nur ein Arbeitstitel für das bekannte TimeLine Enterprise, welches auf der zweiten Generation der zugrundeliegenden Entwicklungsplattform basiert. Darauf basiert auch die neue Version 13, die für die TimeLine Kunden bald zum Standard wird. E3 ist der Arbeitstitel für die neuen Enterprise Module, die mit der dritten Generation der Entwicklungsplattform TimeLine Developer geschaffen wurden. Aus dieser Entwicklungsplattform ist nämlich schon TimeLine Neo entstanden.

Seit neustem ist es also möglich, Neo Module und neue E3 Module, die mit dem Developer erstellt wurden, über eine Bridge in das bekannte TimeLine Enterprise (E2) nahtlos einzubinden. Die gleiche Datenbankstruktur macht es möglich. Mehr über TimeLine Neo

Funktionen, die ein ERP-System noch nicht gesehen hat

Ein besonderes Highlight der Kundenkonferenz war auch die E-Mail Funktionalität, die einige Kunden bereits von TimeLine Neo kennen. Nicht nur das einfache Versenden von E-Mails aus dem ERP-System ist gemeint, sondern das komplette E-Mail Management, wie es jeder von Microsoft Outlook o.ä. kennt. Ein integrierter E-Mail Client kann nun weitere Software ersetzen.

In Verbindung mit den Kalenderfunktionen und dem integrierten Dokumentenmanagementsystem, haben TimeLine Anwender nun einen Office-Arbeitsplatz, der die Vorteile einer vollintegrierten ERP-Software nutzt und zur zentralen Daten- und Dokumentenzentrale des Unternehmens werden lässt. So können eingehende und ausgehende E-Mails analysiert und inklusive Anhängen automatisch dem richtigen Projekt, Kunden oder Artikel zugeordnet. Mehr erfahren

Tag 2: Die Seminare

Der zweite Tag der Konferenz bestand aus themenspezifischen Seminaren, die die wesentlichen funktionalen Neuerungen vermittelten. In kleinen Gruppen wurden Themen, wie z.B. Neuerungen in der Qualitätssicherung, die überarbeitete Produktionsplanung von TimeLine Enterprise für Serien- und Einzelfertiger und die neue kalendergestützte Planung von TimeLine Neo besprochen.

Wegen Überfüllung geschlossen: Ausweichtermin im November

Durch die zahlreichen Anfragen war der erste Termin im Oktober schnell ausgebucht. Deshalb findet am 29. und 30. November 2017 ein zweiter Termin statt, bei dem ebenfalls die genannten Neuerungen gezeigt werden. Zu diesem Termin sind noch wenige Plätze frei.

 

Erster öffentlicher Auftritt von TimeLine-Developer auf der BASTA! 2017 im Marriott Hotel in Frankfurt

Es ist jetzt schon ein paar Tage her aber immer noch einen Beitrag wert. Im Februar waren wir mit unserem brandneuen TimeLine Developer auf der BASTA! Spring in Frankfurt, um einen ersten Feldversuch zu starten und um zu sehen, wie die Entwickler-Gemeinde auf so eine Entwicklungsplattform reagiert. Wir waren erstaunt über so viel positive Resonanz.

Viele Gespräche – eine Grundstimmung: c#.net ist die mächtigste Entwicklungsumgebung der Welt, aber der Weg zum erfolgreichem Rollout der eigenen Anwendungen ist steinig und lang.

Rapid-Application-Development mit TimeLine-Developer beschleunigt UI- und DB-Design um Faktor 10 und ermöglicht es Entwicklern, den Fokus auf der Business-Logik zu halten ohne auf Visual Studio verzichten zu müssen.

Sparen Sie sich das „Monkey Business“ rund um die Erstellung professioneller user interfaces und schreiten Sie gleich zum Kern der Problemlösung: Ihre Anwender werden es Ihnen danken.

Eine neue ERP-Plattform

25 Jahre ERP – 25 Jahre PowerBuilder. 20 Jahre Missmanagement bei PowerBuilder. „Plan-B“ wird Plan-A: Wir wandeln uns vom ERP-Anbieter zum  ERP- und Plattform-Anbieter und machen unsere Entwicklungsumgebung selbst. 10 Jahre Blut, Schweiß und Tränen im C#-Team nehmen Gestalt an: TimeLine-Developer & TimeLine-Framework sind die vermutlich modernsten RAD-Entwicklungsplattformen der Welt.

Rapid-Application-Development mit integrierter Customizing-Fähigkeit auf der modernsten Programmiersprache der Welt: C#.net und Roslyn. Effiziente Entwicklung (GUI- und DB-Design: Faktor 10 ggü. Visual Studio) – Professionelle Anwendungen mit integrierten Designern für WPF und HTML5.

Dies ist die offizielle Ankündigung für TimeLine-Developer, unser Beta-Programm (Herbst 2017) und die erste Releaseversion (April/Mai 2018).

Website und weitere Informationen folgen in Kürze.

TimeLine Financials: Vorschau auf modulare Erweiterungen

Die stetige Weiterentwicklung und Anpassung unserer mehrfach ausgezeichneten ERP-Software TimeLine Enterprise garantiert unseren Kunden ein Höchstmaß an Passgenauigkeit für die speziellen Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen. So hat auch das achtköpfige ERP-Team der TimeLine Financials GmbH & Co. KG eine Reihe von Erweiterungen entwickelt, die in direkter Zusammenarbeit mit unseren Kunden entstanden sind.

In den nächsten Wochen werden wir an dieser Stelle einzelne neue ADD ON-Module genauer vorstellen.
Wir richten unseren Blick auf:

  • Schnittstellen zu Dokumentenmanagementsystemen wie ELO und EASY
  • unser Webshop-Modul
  • GBS-die Gelangensbestätigung
  • Electronic Invoice Modul ELINV zur elektronischen Rechnungsübertragung.

TimeLine ist ausgezeichnet! – ERP-System des Jahres 2016

Nach der Nominierung im August für das ERP-System des Jahres 2016 in der Kategorie Zulieferindustrie folgte vergangene Woche nun der preisgekrönte Erfolg. Wir sind überglücklich und natürlich auch stolz auf alle Mitarbeiter der TimeLine Gruppe, die hierfür ihren Teil beigetragen haben. „Ich bin stolz auf unser Team und dass sich unsere 10 jährige Arbeit am Framework nun auszahlt.“ – Boris Gebauer, Geschäftsführer der Gebauer GmbH.

Wir konnten uns aus einem Feld von insgesamt 25 Systemen an die Spitze setzen und die Expertenjury vom Center of Enterprise Research (CER) der Universität Potsdam erneut von den Vorteilen der TimeLine ERP Software überzeugen. Der hohe Funktionsumfang und die agile Anpassungsfähigkeit von TimeLine Enterprise Automotive in Kombination mit TimeLine Neo, bieten der Branche eine Unternehmenssoftware, die ihresgleichen sucht.

Dieser Erfolg spornt uns natürlich an, unsere Software stetig weiterzuentwickeln und mit unseren Kunden Lösungen zu entwerfen, die neue Maßstäbe setzen.

Nominierung für das ERP-System des Jahres 2016

Wiederholt ist TimeLine für das ERP-System des Jahres nominiert – dieses Mal mit dem Branchenpaket für die Zulieferindustrie. Durch den Fokus auf Innovation und Praxisnähe konnten wir in den letzten Jahren zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen in unterschiedlichen Industriesegmenten verzeichnen. Es erfüllt uns mit Stolz, dass unsere ERP-Lösung mit ihren individuellen Branchenpaketen erneut zu den besten ERP-Systemen gehört, die der Markt zu bieten hat.

Mit verantwortlich für den Erfolgskurs der TimeLine Business Solutions Group sind nicht zuletzt die flexiblen Anpassungsmöglichkeiten. Die Entwicklung und Einführung des schlanken Systems TimeLine Neo, dass sowohl als eigenständiges System für kleine und mittelständische Unternehmen, wie auch als Add-on für TimeLine Enterprise genutzt werden kann, sorgt für eine mehrstufige Systemarchitektur, die sich nach den Anforderungen und dem Budget der Kunden richtet.

Erwartungsvoll sehen wir nicht nur der Entscheidung im Oktober entgegen, sondern auch den Entwicklungen der nächsten Jahre. Mit und durch unsere Kunden verfolgen wir weiterhin den Anspruch, neue Maßstäbe zu setzen.

ProjektBA

TimeLine erhält ERP-System des Jahres Innovationspreis

Die TimeLine Business Solutions Group gewinnt den Innovationspreis im Wettbewerb „ERP System des Jahres“ 2015. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die neue RAD-Plattform (Rapid Application Development) TimeLine Developer innerhalb der ERP- und PPS-Lösung TimeLine Neo. Mit dieser können Anwender, Projektleiter. Partner und Entwickler in Zukunft Anpassungen und dynamische Auswertungen deutlich schneller und flexibler durchführen als bisher.

TimeLine Developer besteht aus Codegeneratoren, Controls und grafischen Werkzeugen (Window Designer, DataSet Designer, etc.) und bildet die „Next Generation“ Entwicklungsplattform für das TimeLine ERP System.

Wie auch in den letzten Jahren wurden neben den Branchenpreisen auch zwei Sonderpreise vergeben. Die höchsten Punktzahlen in den Kriterien Ergonomie sowie Technologie und Integrationsfähigkeit dienen als Grundlage für die Ermittlung des Gewinners des „ERP-Innovationspreises“ der in diesem Jahr an die Gebauer GmbH für die ERP-Lösung TimeLine Neo vergeben werden konnte. – Quelle: Website ERP-System des Jahres, Sieger des Wettbewerbs „ERP-System des Jahres 2015“ gekürt

Gewinner-2015
IMG_0141
IMG_0144

Die Verzahnung von ERP-System und Entwicklungsumgebung und das Höchstmaß an Anpassbarkeit sowie intuitive Bedienung hat die Jury letzten Endes von unserer Software überzeugt und sorgt für die bereits zweite Auszeichnung für Innovation in diesem Jahr. Diese Technologie zieht sich durch das gesamte Lösung und sorgt für den optimalen Nutzen, gerade für Startups sowie kleine und mittelständische Industrieunternehmen.

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau (Universität Potsdam) bestand aus Vertretern der Wissenschaft (Prof. Dr. Axel Winkelmann), Fachjournalisten (Dr. Sandy Eggert – ERP Management, Martin Bayer – Computerwoche, Rainer Huttenloher – Midrange Magazin und Solutions for Business, Oliver Fischer – Fischers-Agentur) und neutralen Beratern (Helmuth Gümbel – Strategy Partners International, Veit Wadewitz– UBK GmbH, Dr. Eric Scherer – intelligent systems solutions (i2s) GmbH, Sandra Schüller – IPML, Bert Stuhr – INFOSOFT, Helmut Bremicker – ehemals. Detecon International GmbH). Die Kriterien für die Beurteilung der Systeme waren Einführungsmethodik, Nutzen durch kundenorientierten Funktionsumfang, Ergonomie, Technologie und Integrationsumfang, Brancheneignung, Kundenkommunikation /Vertriebsmarketing sowie Forschung und Entwicklung. – Quelle: Website ERP-System des Jahres, Sieger des Wettbewerbs „ERP-System des Jahres 2015“ gekürt

IMG_0150
IMG_0158
Preis_Foto

Für uns ist diese Auszeichnung der Beweis, dass wir mit dem gesamten TimeLine Produkt-Portfolio auch weiterhin „State of the Art“ Unternehmenslösungen anbieten. Wir danken an dieser Stelle auch allen Mitarbeitern, Partner und Kunden für ihr unermüdliches Engagement und die herausragende Zusammenarbeit.

Nominiert zum ERP-System des Jahres 2015

TimeLine Enterprise ERP wurde soeben zum ERP-System des Jahres 2015 – Maschinen- und Anlagenbau für den Bereich Maschinenbau nominiert. Diese Auszeichnung geht nur an insgesamt drei Anbieter.

Wir sehen dies als absolute Bestätigung für unsere Arbeit in unseren Branchenpaketen der letzten Jahre. Grund für die Auszeichnung sind zahlreiche neue Features im Bereich Maschinen- und Anlagenbau wie der jüngst realisierte Projekt-Betriebsauftrag, sowie die Erweiterungen rund um den Projekt-Explorer und die optimierte Verzahnung zwischen Einkauf und Kalkulation. Wir freuen uns sehr über die erneute Nominierung zum ERP-System des Jahres!

ProjektBA

Crashtest in Utrecht

Heute morgen beginnt in Utrecht das jährliche „RAD-Race“ – ein zwei-tägiger Wettkampf um das schnellste Entwicklerteam. Dieses Jahr ist erstmals auch ein Team der TimeLine Business Solutions Group mit am Start. Beweggrund für diesen eher ungewöhnlichen Auftritt ist ein erster Härtetest für die neue Entwicklungsumgebung TimeLine Developer.

Derzeit noch im Alpha-Stadium befindlich, wird TimeLine Developer die zukünftige Entwicklungsumgebung für das Customizing von TimeLine ERP sein, sowie darüberhinaus auch das Erstellen von neuen Modulen oder neuen Applikationen ermöglichen. TimeLine Developer wird als neue Entwicklungsplattform der TimeLine Business Solutions Group den seit 20 Jahren im Einsatz befindlichen PowerBuilder langfristig ablösen. Unsere Vision ist die Verschmelzung von Entwicklungsumgebung und ERP-System, um Anpassungen und Customizing noch effizienter und einfacher als bislang durchführen zu können.

Die Chancen stehen nicht schlecht, bereits in einem Jahr die Produktivität von PowerBuilder zu übertreffen. Die Schaffung einer solchen hoch-produktiven Entwicklungsumgebung würde bedeuten, dass wir in Zukunft noch zielgerichteter auf individuelle Anforderungen reagieren können als dies bisher schon der Fall ist.

RADRace2015

EU-Datenschutzverordnung muss Innovationen ermöglichen

  • Prinzip der Datensparsamkeit ist in Zeiten von Big Data überholt
  • Anreize für den Einsatz von Anonymisierungstechniken schaffen
  • Start der Verhandlungen zwischen Ministerrat, Kommission und Parlament

Berlin, 24. Juni 2015 – Der Digitalverband BITKOM hat zum Start der Verhandlungen über die Details der EU-Datenschutzverordnung Nachbesserungen gefordert. „Neue Geschäftsmodelle auf Grundlage von Technologien wie Big Data, Cloud Computing oder Cognitive Computing hängen ganz wesentlich von der neuen Datenschutzverordnung ab“, sagte Susanne Dehmel, BITKOM-Geschäftsleiterin Vertrauen und Sicherheit. „Werden die rechtlichen Grundlagen für die Verarbeitung von persönlichen Daten zu eng gefasst, bleibt zu wenig Spielraum für Innovationen.“ Neben Unternehmen profitierten von modernen Datenanalysen auch Mediziner, Verkehrsplaner oder Wissenschaftler. „Eine einseitige Verengung der Diskussion auf Wirtschaft contra Bürgerrechte ist nicht angebracht“, betonte Dehmel. „Wir brauchen ein flexibles Datenschutzrecht, das neue Anwendungen ermöglicht, aber die Privatsphäre der Menschen schützt.“ Kritische Punkte in der geplanten Verordnung sind unter anderem die Themen Datensparsamkeit, Zweckbindung, Einwilligung und Profilbildung.

Ein wesentlicher Schwachpunkt der aktuellen Entwürfe ist aus Sicht des BITKOM der fehlende Anreiz für den Einsatz von Anonymisierungstechniken bei der Datenverarbeitung. „Mit diesen Instrumenten kann der Bezug zu einer einzelnen Person entfernt werden“, betonte Dehmel. Während bei der Pseudonymisierung der Personenbezug wieder hergestellt werden kann, ist das bei der Anonymisierung nicht der Fall. In der Praxis würde das zum Beispiel die Nutzung von Standortdaten von Personen bzw. deren Fahrzeugen für die Verkehrslenkung erleichtern oder die Auswertung der Krankheitsverläufe von Patienten für die medizinische Forschung. „Setzen Unternehmen oder andere Organisationen die Instrumente der Pseudonymisierung ein, sollte eine Verarbeitung der Daten erleichtert werden“, forderte Dehmel. Dafür müssten in der Datenschutzverordnung rechtliche Anreize geschaffen werden. Der BITKOM schlägt dafür Regelungen vor, wie sie im deutschen Telemediengesetz vorhanden sind.

Kritisch sieht die Digitalbranche auch die Grundprinzipien der Datensparsamkeit und der Zweckbindung bei der Datenerhebung. Das Prinzip der Datensparsamkeit besagt, dass so wenige Daten gesammelt werden sollen wie möglich. „Das Konzept der Datensparsamkeit hat sich in Zeiten der Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche überholt“, sagte Dehmel. „Vielmehr sollten wir uns die Datenvielfalt zunutze machen und dafür entsprechende Regelungen finden.“ So sei das Ziel von Big Data Analysen, aus einer möglichst großen Menge unterschiedlicher Daten neue Erkenntnisse zu gewinnen. Dem stehe auch der Grundsatz entgegen, dass personenbezogene Daten nur für einen bestimmten Zweck verarbeitet werden dürfen. „Eine Auswertung von Daten sollte zulässig sein, soweit sie für die Betroffenen nicht nachteilig ist“, sagte Dehmel. Im deutschen Datenschutzrecht gibt es die grundsätzliche Erlaubnis, Daten für eigene Geschäftszwecke zu verarbeiten oder weiterzuverarbeiten, wenn ein „berechtigtes Interesse“ des Unternehmens an der Verarbeitung besteht und dem keine Interessen des Betroffenen entgegenstehen. Dehmel: „Eine Einschränkung dieses Rechts würde sich erheblich auf zukünftige wirtschaftliche und technische Entwicklungen in Europa auswirken.“

Die in der aktuellen Ratsfassung formulierten Transparenzpflichten sind aus Sicht des BITKOM uferlos. „Die Vorschriften über die Rechte der Betroffenen sollten mehrstufig angelegt werden“, sagte Dehmel. Nur so ließen sich das individuelle Informationsbedürfnis der Betroffenen und die Begrenzung des Aufwandes bei den verantwortlichen Stellen in Einklang bringen. „Die proaktiven Informationspflichten sollten sich auf wirklich relevante Informationen beschränken“, forderte Dehmel. In einigen Fällen wäre anstelle einer Benachrichtigung eine Hinweispflicht sinnvoll. Das ist zum Beispiel bei der Videoüberwachung der Fall, bei der ein anderes Vorgehen gar nicht möglich ist. Möchte sich der Betroffene daraufhin tiefer informieren, steht ihm ein weitergehendes Auskunftsrecht zu. Im Anschluss an die erteilte Auskunft kann er dann die Rechte auf Berichtigung und Löschung geltend machen.

Um aktuelle Fragestellungen rund um Datenschutz in der Praxis geht es auch am 24. September 2015 auf der internationalen Bitkom Privacy Conference in Berlin. Datenschutz-Experten aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung diskutieren ihre Erfahrungen und präsentieren Best-Practice-Beispiele. Alle Infos und Teilnahmemöglichkeiten unter: http://www.privacy-conference.com/

Urheber: BITKOM e.V.